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Samstag, 6. März 2010

Rosas en el patio de mi amiga

Ich weiss nicht, ob der Avocadobaum noch steht und ob die Rosen im Patio meiner Freundin im Zentrum von Concepción noch blühen. Aber seit gestern weiss ich, dass sie "am Scherme" ist. Sie und ihre ganze Familie. Unter Schock noch und immer wieder geschüttelt von heftigen geologischen und sozialen Nachbeben. Aber am Leben, und ihr kleines Haus steht noch.

No sé si sigue parado el palto en el patio de mi amiga en el centro de Concepción, o si las rosas aún florecen. Pero ayer por fin supe que ella está a salvo, ella y toda su familia. Aún en estado de choque y remecidos a cada rato por las fuertes réplicas tanto geológicas como sociales, pero en vida. Y su pequeña casa se mantiene en pie.

Mittwoch, 3. März 2010

Schutzengel, vermutlich (Skizze aus chilenischem Reisetagebuch)

Inzwischen auf direktem oder indirektem Weg von den nächsten Familienangehörigen und etlichen FreundInnen in Chile gehört. Sie sind z.T. noch unter Schock, suchen nach Angehörigen und Freunden, manchen gebricht es am Nötigsten. Aber sie sind am Leben und unterstützen sich gegenseitig. Gute Nachrichten.
Wenn das Chaos in Concepción abnimmt und Telefon- bzw. Internetverbindungen dorthin wieder funktionieren, hoffe ich, bald auch von den FreundInnen zu hören, mit denen bis jetzt kein Kontakt gelungen ist. (Nachtrag am 5.3.: Unterdessen von den meisten wenigstens indirekt gehört, grosse Erleichterung.)
Dies in den Blog zu stellen ist ein einigermassen hilfloser Versuch, mit dem Schrecken und dem Unfassbaren fertigzuwerden, und auch, mit meinen Leuten in Chile in Verbindung zu bleiben bzw. wieder zu kommen, und ihnen zu sagen, wie sehr ich an sie denke.

Familia y amig@s en Chile: estoy muy aliviada y agradecida que haya sabido de much@s de Uds. ya, directa- o indirectamente y que haya podido saber que están a salvo. Sé que muchos están viviendo situaciones muy difíciles, aún buscando a familiares y amigos, y careciendo de cosas básicas. Esto es para decirles que estoy pensando todo el tiempo en Uds, que les estoy mandando energías para que aguanten y tengan ánimo en todo lo que están viviendo ahora, por lo que están pasando. - Aún me falta volver a establecer contacto con amig@s sobre todo en Conce y la costa penquista, espero de todo corazón que se encuentren bien de acuerdo a lo posible en las circunstancias.

(Dibujo: "ángeles de la guarda, probablemente", del diario de mi último viaje a Chile)

Montag, 1. März 2010

Providencia

Eine Skizze aus meinem Tagebuch von der letzten Reise nach Chile, gezeichnet vom 10. Stock eines Wohnblocks in Providencia, Santiago de Chile.
Heute habe ich mit dem Sohn der Familie gesprochen, die dort lebt - der erste telefonische Kontakt, der zustande kam nach dem Erdbeben in Chile. Weisst du noch, sagte er, die Kuppel des Kirchturms von Unserer Lieben Frau von der Göttlichen Vorsehung, die du von unserem Balkon aus gezeichnet hast? Gibts nicht mehr, die Kuppel, ist alles am Boden jetzt. - Und deine Familie? - Mein Vater ist hier, aber meine Mutter vermissen wir noch, die war nämlich in Dichato, weisst du, und die ganze Küste dort im Süden wurde praktisch weggespült, wir machen uns grosse Sorgen. - Dann sagte er: Jetzt bebt's wieder - und ich hörte im Hintergrund das Geräusch klirrenden Glases. Du kannst dir keinen Begriff davon machen, wie's jetzt hier ist, sagte er. Nein, sagte ich, es ist unvorstellbar.

Nuestra Señora de la Divina Providencia en Santiago. Hoy hablé por teléfono con el hijo de la familia desde cuyo balcón hice este dibujo en mi último viaje a Chile (el primer contacto telefónico que logré, luego de cientos de intentos a muchos números de amigos y familiares). Se acuerda, tía, de la cúpula que dibujó en su diario de viaje, cuando estuvo aquí la última vez? ya no existe, está todo por el suelo. Y tu familia? mi padre está acá, conmigo, pero aún necesitamos saber de mi mamá, andaba en Dichato, sabe, y con el mar que entró y no teniendo noticias estamos muy preocupados. Oiga tía, está temblando de nuevo, son las réplicas. Pude sentir un ruido como de tintineo de vidrios a través del teléfono. - Usted no se hace ninguna idea, tía, de como estamos aquí. No, le dije, no me lo puedo ni imaginar.

Samstag, 27. Februar 2010

Erdbeben in Chile

Wegen des Erdbebens in Chile erst mal kein neuer Bildeintrag. Concepción ist am meisten betroffen, mein ältester Sohn, viele Freundinnen, Freunde, Kollegen leben dort. Ich denke fest an sie alle, hoffe, dass sie noch leben, frage mich, wie es ihnen wohl geht - zur Zeit ist keinerlei Kommunikation möglich. Es erschüttert und schockiert mich, am chilenischen Fernsehen die Bilder der Zerstörung der Stadt zu sehen, in der ich so lange gelebt habe und von der ich jede Ecke kannte, und in der so viele mir liebe Menschen leben. Auch von meinen FreundInnen im übrigen Chile noch keinerlei Nachricht. Ich hoffe, bald von ihnen zu hören.
Nachtrag, Sonntag, 11 Uhr: über diverse Ecken habe ich erfahren, dass mein Sohn sich wohlbehalten in Santiago befindet. Grosse Erleichterung! Das Haus, in dem er in Concepción lebte, ist komplett zerstört. Er hatte unglaubliches Glück. - Von den vielen Freundinnen und Freunden nach wie vor keine Nachricht, warte und hoffe.

Amigas y amigos en Chile, estoy pensando
en todos Uds., les mando mucha energía y fuerza, con toda mi amistad, mi afecto y cariño. Por favor comuníquense por mail o teléfono si pueden, para saber como están, que es imposible llamar desde acá a Conce o al puerto, no me he podido comunicar con nadie de Uds., ni tampoco en Tco, Stgo, Chgte, Valpo o donde fuera (menos mal supe el domingo que mi hijo está sano y salvo!) Así que por ahora por lo menos por esta vía incierta les mando saludos solidarios. Los quiero harto. Mucho animo!

contacto por mail: kintun.mara@gmail.com